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Am 06.07.2003 flog ich gegen Mittag von Darmstadt gen Süden um Gabriel Schabana in Kilchberg bei Tübingen zu besuchen. Ich hatte netterweise ein Flyke von Kalle Schupp geliehen bekommen und wollte ausprobieren, ob es tatsächlich unkompliziert möglich ist, mit diesem wunderbaren Fluginstrument eine unabhängige Flugreise zu unternehmen. Zumeist wird das Flyke ja nur genutzt, um keinen Motor auf dem Rücken tragen zu müssen, was primär gesundheitlich angeschlagenen Piloten zugute kommt. Eine Flugreise in meinem Sinne bedeutet starten und landen zu können wo man möchte, von dort per Pedaltritt weiterzufahren, Land und Leute kennen zu lernen und sich nebenbei auch mit Sprit für den Weiterflug zu versorgen. Fazit: Es geht!
Nach dem Start gegen 13:00 bei Darmstadt hatte ich erstmal mit der starken Thermik zu kämpfen, sodass ich trotz eines ordentlich überladenen Ventus M Klapper kassierte. Der Ritt war anstrengend, deshalb flog ich einfach über die Basis. Da war es zwar kalt, aber extrem ruhig. Auf 1600m flog ich dann sehr szenisch die Bergstraße entlang und überquerte auch Heidelberg. Im Kraichgau musste ich wegen eines massiven Harndrangs eine Mittagspause einlegen, die mir ganz gelegen kam, da ich gleich noch den Ersatzkanister Sprit in den Haupttank umfüllen konnte. Dank sei hier nochmals den Kraichtaler Gleitschirmfliegern, bei deren Schleppgelände ich zufällig vorbeikam und es als Lande- und Startplatz nutzten konnte. Es war eine sehr gesellige Mittagspause!
Auf der nächsten Hälfte des Fluges landete ich nochmals zum Tanken bei Weil der Stadt auf einer Hügelkuppe ein. Ich hatte im Ortskern eine der doch raren Tankstellen ausgemacht. Ich wurde gleich nett begrüßt (siehe Bilder), packte meine sieben Sachen auf das Flyke und radelte in den Ort. Der Tankwart erklärte mich direkt zum "totalen Freak", fand aber trotz seiner sofort getätigten Anrufe bei all seinen Kumpels ("Du, bei mia tankt grad eh Flugzeug...") einen Moment Zeit, ein Bild von mir zu machen. Nach dem unkomplizierten Wiederstart war es ein gemütlicher "Flug ins Ziel", sodass ich gegen 20:00 entspannt neben Gabriels Garage auf einem eigens gemähten Streifen einlanden konnte. Insgesamt eine sehr geile Aktion, die nach Fortsetzung ruft...
Danke an dieser Stelle auch an Silke, die mich samt Equipment wieder nach Darmstadt schaffte und an Gabriel für das nette Essen! |
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